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Pressemitteilung
Broschüre zur islamischen Frühgeschichte
2008 - das Jahr des interkulturellen Dialogs
Das Jahr 2008 hat die Europäische Union zum Jahr des interkulturellen Dialogs erklärt. Aus diesem Anlass legt der Ausländerbeauftragte beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Eckehard Peters, eine Broschüre zur islamischen Frühgeschichte vor. Autor ist der Saarbrücker Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig. Dargestellt werden neuere Forschungsergebnisse zur Frage, wie es zur Herausbildung des Islams gekommen und wie der Koran entstanden ist.
Die Broschüre geht zurück auf eine vom Ausländerbeauftragten in Erfurt organisierte Bildungs- und Diskussionsveranstaltung vom Dezember vergangenen Jahres.
Das Gespräch der säkularen Gesellschaft mit islamisch geprägten Gruppen hält Peters für eine wichtige Herausforderung der Integrationspolitik in Deutschland. Zwar sei in Thüringen der Dialog mit dem Islam wegen der kleinen Anzahl der hier lebenden Muslime nicht unbedingt ein Schwerpunkt. Es komme ihm aber darauf an, Sachkenntnis über die Wurzeln des Islams zu verbreiten, um das Verständnis für religiös geprägte Immigranten zu wecken und ihre Akzeptanz in der mehrheitlich säkularen Gesellschaft zu fördern. Andererseits sei für die gläubigen Muslime der kritische wissenschaftliche Umgang mit den Quellen des Islams eine noch wenig geübte Herausforderung, der sie in der modernen, westlichen Gesellschaft auf Dauer nicht werden ausweichen können, wenn der Islam nicht als kultureller Fremdkörper wahrgenommen werden soll. In seiner Einführung spricht sich der Ausländerbeauftragte dafür aus, „dass sich die tiefsten Bindekräfte, zu denen der Mensch fähig ist, die religiösen, frei entfalten können, und zugleich jedem Versuch, sie machtpolitisch zu missbrauchen, entschlossen entgegengetreten wird.“
Die Broschüre wird vom Ausländerbeauftragten kostenlos abgegeben. Bestellungen per E-Mail: VZ_AB[at]tmsfg.thueringen[punkt]de